Nerv getroffen, GCHQ

Viel zu selten kommen in letzter Zeit Erkenntnisse von Edward Snowden ans Tageslicht. Jetzt war es wieder soweit: Der britische Geheimdienst hat Videochats von Yahoo-Nutzern ausspioniert.

Der britische Geheimdienst GCHQ (Government Communications Headquarters) hat mit dem Programm Optic Nerve tausende Yahoo-Nutzer im Grunde abfotografiert. The Guardian spricht von 1,8 Millionen Usern innerhalb von 6 Monaten. Opfer waren (oder sind) dabei User des Chatprogramms, welches auch Videotelefonie ermöglicht. Die FAZ schreibt gestern dazu:

Das Programm stelle den Versuch dar, auch in Privaträumen per automatisierter Gesichtserkennung Gesuchte und Verdächtige zu identifizieren. Deshalb sollten möglichst viele Bilder in das System eingespeist werden. Um dennoch Privatsphären zu schützen, habe sich das GCHQ entschieden, die Videos nicht vollständig abzugreifen, sondern lediglich alle fünf Minuten einen Screenshot anzufertigen und auszuwerten.

Nett. Lediglich alle fünf Minuten ein Screenshot. Das geht doch. </ironie>.

Meine Meinung bestätigt

Nach und nach wird also immer deutlicher, dass wir momentan ausgeliefert sind. Was nun? Nichts mehr nutzen? Schwachsinn. Alle Kameras abdecken. Sieht gut aus, so auf dem Smartphone. Es gibt Dinge, die wir nicht immer und nicht direkt beeinflussen können. Damit müssen wir uns momentan abfinden. Jeder von uns muss sich jedoch immer wieder fragen: Brauche ich dieses Tool, diese App? Was bringt mir das neue Gadget, der neue Sensor? Was könnte im worst case damit angestellt werden? Solange wir immer alles als innovativ und new way of life abstempeln und unreflektiert nutzen, dürfen wir uns nicht darüber aufregen, dass wir ausspioniert werden. Nicht falsch verstehen: Spionage ist und bleibt falsch. Wir wissen nun aber, dass es genügend Staaten gibt, welche uns – sei es ob der Sicherheit oder aus anderen Gründen – ausspähen. D. h. wir sind an der Reihe, es ihnen möglichst zu erschweren. Obgleich es in möglichst naher Zukunft Zugeständnisse spionierender Staaten geben muss!

Ich sehe meine Einstellung u. a. auch in diesem Kurzinterview von Prof. Dr. Dr. Schildhauer (wissenschaftlicher Direktor des Institute of Electronic Busines IEB) bestätigt:

Screenshot von http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/4357052/wir-muessen-wissen--was-mit-unseren-daten-geschieht.html
Kurzinterview mit Prof. Dr. Dr. Schildhauer                       (Screenshot von n24.de)

 

Eure Ansicht ist gefragt: Was sagt ihr zu den neuen Enthüllungen?

Mit Inhalten von: faz.netn24.de, theguardian.com

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