Kurz angemerkt: Schwieriger Swarm

Gestern war es soweit: Nachdem Foursquare verkündet hat, seine Strategie (sehr stark) zu ändern, konnte die neue App Swarm in Googles Playstore sowie im appleschen Pendant geladen werden. Auch ich habe mal einen Blick darauf geworfen und mich – kurz – mit Foursquare und Swarm beschäftigt. Warum ich mindestens Swarm privat verweigere und wieso wir es vielleicht alle tun könnten. Eine Kurzmitteilung:

Beweisstück A: Die Privatssphäre und persönliche Daten

Ich sehe schon bildlich vor mir, wie einige Leser, mir bekannt oder unbekannt, nun wieder gedanklich die „Das ist soooo typisch deutsch“-Keule ansetzen. Aber ja: Ich kritisiere die App Swarm und auch Foursquare ob der Sammelwut. Wobei. Eigentlich kritisiere ich uns, die Nutzer derartiger Dienste, weil wir zuweilen einfach nicht nachdenken. Wir regen uns – laut und auch leise – über groß angelegte Abhörskandale von Politikern/ Staaten auf, wollen nicht als gläserner Bürger dastehen und möchten unsere E-Mail, unsere on- und offline-Bewegung zurecht als privat und unantastbar wissen. Gleichzeitig geben wir einem Dienst, der ihr wisst schon wo seine Server hat, preis, wo wir uns jetzt mit wem befinden und dank der neuen Funktion in Swarm nun eeeeeendlich auch, wo wir planen uns in der nächsten Zeit aufzuhalten. Na Halleluja. Nachdem wir der NSA nun den Zugang zu unseren Bewegungsprofilen zumindest nicht erschwert haben, können wir Herrn und Frau Einbrecher auch direkt den Wohnungsschlüssel stecken lassen (da ihr mein hämisches Lachen nicht sehen könnt: Das war überspitzt). „Typisch deutsche Panikmache“ wird der ein oder andere nun rufen. Sei’s drum. Wir sind doch wirklich nicht mehr zu retten, wenn wir nun immer preisgeben, wo wir uns befinden – und wo dementsprechend nicht. Privatsphäre? Farewell!

Wer das möchte: Bitte, nutzt es. Aber lasst mich da raus.

Beweisstück B: Der Sinn

In einem Satz: Was bringt es dem User und seinen „Freunden“, ständig zu präsentieren wo er sich gerade befindet und was er dort tut? Egozentriker und Selbstdarsteller haben ihre Freude daran. Und der Rest? Spielerei.

Beweisstück C: Das ist alles nur geklaut??

Foursquare kauft eine Domain um sich auch das dahinterliegende Konzept anzueignen. Noch ist es nur ein Gerücht, in die Welt gesetzt von einem ggf. ebenfalls aufmerksamkeitsüchtigen Hobby-Programmierer. Sollte (!!!) es sich jedoch als wahr herausstellen, so ist es eine Dreistigkeit und darf schlicht und ergreifend nicht unterstützt werden. Hier die vollständige Geschichte von Sean Taylor.

Abschließend möchte ich klarstellen, dass ich das neue Konzept hinter Foursquare – Bewertung und Empfehlung – gut finde und ggf. sogar nutzen werde. Ohne CheckIns und Badges.

Was ist deine Ansicht? Schreib sie gerne als Kommentar!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s